Haben Sie schon mal ein Haus (um-)gebaut? Meine Familie und ich, Franziska, durchleben gerade dieses große, spannende und aufreibende Abenteuer: komplette energetische Sanierung eines 80 Jahre alten Hauses. Neuer Dachstuhl, neue Fenster, Fassade dämmen und so weiter.
Was das mit Kommunikation zu tun hat? Unfassbar viel!
So eine Baustelle ist das perfekte Labor, um Kommunikation zu studieren. Hier zeigt sich besonders deutlich: Alle – wirklich alle! – Probleme resultieren aus misslingender Kommunikation.
Es zeigt sich aber auch: Gelingende Kommunikation ist essenziell für erfolgreiches Zusammenarbeiten.
Drei Beispiele:
1. Verpasste Kommunikation führt zu Verspätung und Mehrkosten
Die Situation: Die Solarfirma, die die PV-Anlage montieren soll, sagt kurz vor Dachdeckung den Auftrag ab. Der Grund: Ihr ist die Art der Dachziegel zu kompliziert, um darauf PV-Module zu installieren.
Doch warum hat sie den Auftrag vier Monate zuvor angenommen, wenn sie nicht mit unserer Art Ziegeln arbeitet? Weil sie uns zuvor nie gefragt hatte, mit welchen Ziegeln das Dach gedeckt werden wird. Wir als Laien wussten ja nicht, dass dies relevant ist.
Die Folgen dieser missglückten Kommunikation für uns: Im ersten Moment Panik. Wie finden wir so schnell eine neue Solarfirma? Und wenn wir so schnell eine neue Solarfirma finden, müssen wir uns den Preis diktieren lassen – der ist natürlich höher als anfangs kalkuliert. Wenn wir aber so schnell keine Firma finden, haben wir zwei – schlechte – Möglichkeiten: Dach nicht zu Ende decken oder Solarprojekt absagen. Sehr ärgerlich!
Wie geht es besser?
2. Kommunizieren über drei Ecken führt zu Mehraufwand
Die Architektin sagt dem Verputzer, er solle seinem Vorarbeiter sagen, dass dieser seinem Kollegen sagen solle, wie die Fensterlaibungen verputzt werden müssten, damit die Fenster fachgerecht eingesetzt werden können. Die Frage, die sich alle am Ende stellen: Warum ist der Putz an Stellen gelandet, wo er den Fensterbauern gar nichts nützt?
Die Folgen: Alles muss noch einmal komplett neu gemacht werden. Dieser Mehraufwand bedeutet Mehrkosten, die irgendjemand tragen muss.
Wie geht es besser?
3. Empathische Kommunikation führt zu Vertrauen und Erfolg
Anders sieht es aus, wenn der Handwerker die Sorgen seiner Kunden versteht und das Gefühl vermittelt: Wir kümmern uns um Sie. Wir wissen, wie Sie sich gerade fühlen. Sie müssen sich keine Sorgen machen – bei uns sind Sie in guten Händen.
So wie es unser Zimmermann macht. Kostprobe gefällig?
Liebe Frau Nauck,
diese Woche werden wir [dies und das] weitestgehend fertigstellen.
Manchmal sieht man nicht viel von gewissen Arbeiten und es hat den Anschein, dass es nicht so richtig voran geht. Wir können Ihnen versichern: Wir sind gut im Zeitplan …
oder hier per Chat:
Guten Morgen, Frau Nauck,
ich hoffe, es ist alles trocken und Sie hatten eine ruhige Nacht? … Ich werde heute das Dachgeschoss überprüfen, nicht dass wir eindringendes Wasser haben.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
…
Die Wirkung: Ich habe Vertrauen, dass die Handwerker wissen, was sie tun. Ich fühle mich mit meiner Beunruhigung und Unsicherheit wahrgenommen und wertgeschätzt. Das entlastet und lässt mich ruhiger schlafen – und das ist extrem wichtig, wenn man eine Baustelle hat 😉.
Was können Sie vom Zimmermann lernen?
In allen Beispielen zeigt sich: Die Ausrichtung auf Ihre Adressat:innen ist DER Schlüssel zu einer professionellen, gelingenden Kommunikation. Und sie ist das Schwerste daran.
Schreiben Sie wirkungsvoll!
PS: Sie wollen wissen, welche Firma unser Dach zimmert und deckt, die wir wirklich empfehlen können? Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail an: fn@granatgruen.com
Wie Sie sehen, ist dies noch ein Ergebnis guter und empathischer Kommunikation: Ich empfehle solche Handwerker gerne weiter. 🙂
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