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Leichter ins Schreiben kommen – so geht es

Bestimmt kennst du das: Du sitzt da, willst einen Bericht, eine Entscheidungsvorlage, einen Artikel für eure Website entwerfen – und kommst einfach nicht ins Schreiben.

„Oh!,“ denkst du dir, „Leichter ins Schreiben kommen? Gegen das Problem mit dem leeren Blatt gibt es heute doch KI, oder?“ Schon tippst du einen schnellen, vagen Prompt ein und binnen Sekunden steht ein erster Textentwurf. Damit kannst du arbeiten, denkst du.

Du ahnst es: Wir sehen das ein bisschen anders.  

Denn die KI hat dich mit ihrem ersten Entwurf, ihrer ersten Gliederung schon in eine Richtung gelenkt – bevor du selbst weißt, wo du aus dir selbst heraus gelandet wärst.

Du hast du noch gar nicht in die Tiefe gedacht. Weißt vermutlich selbst noch nicht, was du alles zu deinem Thema an möglichen, unmöglichen und ungewöhnlichen Verbindungen entdecken wirst.

Deine eigenen Ideen. Deine eigene Expertise. Deine eigenen Erfahrungen. Eingetauscht gegen einen Text, der auf den ersten Eindruck gut klingt, aber komplett austauschbar ist.

Es gibt einen anderen Weg, um schneller und leichter ins Schreiben zu kommen und dabei wirklich zu entdecken, was du – und wirklich DU – sagen willst.

Was du tun kannst, um leichter ins Schreiben zu kommen: Freewriting

Eine Übung, die dir hilft, leichter ins Schreiben zu starten, ist Freewriting nach Peter Elbow. Freewriting ist eine Art Brainstorming mit dir selbst. Damit hältst du deine Gedanken fest, so dass du jederzeit darauf zurückgreifen kannst. Und du trainierst damit deine Formulierungsmuskeln.

Wie geht das?

Hole dir Zettel und Stift. Entscheide, worüber du nachdenken möchtest, zum Beispiel das Thema deines Berichts oder deiner Analyse, und schreibe dieses Thema als Überschrift auf das Blatt.

Oder du schreibst völlig frei über das, was dir gerade in den Sinn kommt.

Stelle dir nun einen Wecker auf 5, 7 oder maximal 10 Minuten. Der Wecker ist wichtig, denn beim Schreiben kann es passieren, dass du in den „Flow“ kommst und die Zeit vergisst. Der Flow ist der schmale Grat zwischen „zu leicht“ und „überfordernd“. Doch wenn du im Flow bist, kann es sein, dass du so lange schreibst, bis du ausgepowert bist. Das ist aber nicht der Sinn dieser Übung.

Also, Timer gestellt? Nun geht es los.

Drei Regeln gibt es beim Freewriting allerdings:

  1. Schreibe so schnell du kannst!
  2. Schreibe ununterbrochen, ohne den Stift abzusetzen! Falls dir nichts mehr einfällt, wiederhole das zuletzt geschriebene Wort oder den Gedanken. Das ist völlig egal. Denn der Text ist nur für dich, du musst ihn niemandem zeigen. Schreibe einfach weiter, bis dir wieder etwas Neues einfällt!
  3. Streiche nichts durch! Auch wenn es dir schwerfällt, diesem Impuls zu widerstehen. Dadurch trainierst du, den Text nicht zu bewerten, bevor er fertig ist.

Nachdem der Wecker geklingelt hat, nimm dir ein, zwei Minuten zum Durchatmen und dann lies dir deinen Freewriting-Text durch. Markiere die Gedanken, die du interessant findest und mit denen du für deinen Bericht, deinen Artikel weiterarbeiten möchtest.

Mache diese Übung über zwei, drei Wochen immer wieder, am besten täglich, und beobachte, was sie bewirkt. Fällt es dir mit der Zeit leichter ins Schreiben zu kommen?

Wofür ist diese Übung gut und warum gibt es diese drei Regeln?

  • Freewriting ist eine Kreativitäts- und Reflexionstechnik. Du wirst merken, wie dir beim Schreiben Ideen kommen, die dir vorher noch nicht bewusst waren.

    Indem du so schnell schreibst, wie du kannst, hast du gar keine Zeit, dich zu zensieren. So schreibst du auch das auf, was du bei längerem Nachdenken als nicht relevant ansehen würdest. Doch wer weiß? Vielleicht ist das, was du zensieren würdest, genau das, was du später brauchst.
  • Eine Übung, um dich warm zu schreiben. Beim Sport kennen wir es: Wir wärmen unsere Muskeln erst einmal auf, bevor wir Leistung von ihnen erwarten.

    Beim Schreiben denken wir selten daran. Dabei braucht auch unser Gehirn eine kleine Aufwärmzeit, bis es auf Betriebstemperatur kommt. Du hast es sicher schon selbst bemerkt: Es braucht immer etwa 10 bis 15 Minuten, bis man so richtig ins Schreiben kommt.
  • Durch Freewriting schickst du deinen inneren Kritiker in die Pause. Das lässt dich schneller ins Schreiben kommen und beim Schreiben schneller vorankommen.

    Woran das liegt? Vermutlich kennst du diese Stimme, die alles, was du schreibst, immer sofort bewertet. Das lässt dich zögern, noch mal alles durchdenken, neu schreiben. Das kostet letztlich Zeit. Unnötige Zeit. Denn zunächst geht es nur darum, einen ersten Entwurf zu Papier zu bringen. Wenn der erste Entwurf fertig ist, dann ist dein Kritiker, deine Kritikerin gerne eingeladen, den Text zu durchleuchten. Aber erst dann. Nicht vorher.

Kennst du diese Probleme, ins Schreiben zu starten? Brauchst du auch gefühlt unendlich lange, bis du endlich ins Schreiben kommst und bis du deinen Text fertig hast? Vereinbare ein kostenloses Strategiegespräch mit uns und wir sprechen darüber, wie sich das lösen lässt.

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