„Wenn wir gerne schreiben würden, wären wir nicht Ingenieure geworden.“
Ingenieur in einem japanisch-deutschen Technologie-Unternehmen
Seit 2012 geben wir Schreibseminare für Unternehmen. Unsere Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen: Es sind Finanz- und Forschungsinstitute, Unternehmens- und Politikberatungen, Bundesministerien oder gemeinnützige Organisationen.
Was uns von Anfang an immer wieder auffiel: Ein Großteil der Teilnehmenden in unseren Schreibseminaren brachte einen wirtschaftswissenschaftlichen, mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Hintergrund mit; waren zum Beispiel Techniker, Informatikerinnen, Ingenieure, Geologinnen, BWLer oder Statistiker. Und, ganz ehrlich, die meisten dieser Teilnehmenden hatten ihren Beruf nicht gewählt haben, weil sie so gerne schreiben.
Ein Ingenieur eines japanisch-deutschen Technologie-Unternehmens brachte dies ganz direkt auf den Punkt. „Wenn wir gerne schreiben würden, wären wir nicht Ingenieure geworden.“
Trotzdem sitzen sie in unseren Schreibseminaren. Weil Schreiben einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit ausmacht. Da sie ihre Prozesse und Ergebnisse dokumentieren müssen, ihre Expertise zeigen und Empfehlungen geben wollen.
Oder auch, weil sie – im Fall des genannten Ingenieurs ganz konkret – ihre Kolleginnen und Kollegen in Japan informiert halten wollen. Und keine der beiden Seiten große Lust auf dauernde Zoom-Calls in angestrengtem Englisch und über sieben oder im Winter acht Stunden Zeitverschiebung hinweg hat.
Unser selbstgestecktes Ziel: Wir wollen in unseren Seminaren jede Entscheidung, die es beim Schreiben zu treffen gilt, logisch nachvollziehbar machen. Wir wollen die Regeln und Muster, die hinter guten Texten liegen, sichtbar machen – auch und gerade für Menschen, die sagen „Schreiben ist nicht mein Ding. Ich bin eben eher analytisch unterwegs.“
In unseren Schreibseminaren und -Weiterbildungen gibt es daher keine Sätze wie: „Dein Sprachgefühl sagt dir, was sich besser anhört.“ oder „Lies dir deinen Text laut vor, dann fällt es dir schon auf.“ Diese Sätze helfen nicht, wenn der Teilnehmer, die Teilnehmerin nicht weiß, worauf sie genau achten soll. Erst wenn sie gelernt hat, was sie sehen soll, kann sie es auch sehen. Und das bieten wir in unseren Seminaren.
Wir haben uns gefragt: Wie lassen sich die Muster erklären, die wir im Text sehen? Wie können wir für andere, sichtbar machen, woran wir erkennen, ob die Struktur eines Textes stimmig ist oder nicht? Ob eine Formulierung umständlich und aufgebläht ist? Was sich kürzen lässt? Anders gesagt: Wie können wir sichtbar machen, was wir sehen?
Deshalb haben wir Methoden entwickelt, die genau die Fragen beantworteten, die uns in den Seminaren immer wieder gestellt werden. Durch Visualisierungen und Frageleitfäden wird für die Teilnehmenden erkennbar, was wir als Textprofis in einem Text sehen. Sobald sie gelernt haben, was wir Textprofis sehen, können sie selbst ihren Text verbessern. Und werden Text für Text besser.
Wir zeigen konkret, wie man erkennt, ob in einem Text etwas
In unseren Seminaren wurden wir anfangs oft gefragt: Wie kann ich erkennen, was in den Text gehört und was nicht? Lässt sich die Struktur sichtbar machen? Gibt es klare Regeln oder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung?
Besonders häufig kommen diese Fragen von Teilnehmenden aus Informatik, Technik, Natur- oder Wirtschaftswissenschaften. Gleichzeitig merken wir immer wieder: Gerade Teilnehmende aus diesen Bereichen können besonders viel mit unseren Methoden anfangen, die wir speziell entwickelt haben, um Texte analysierbar zu machen.
Auch beim Schreiben gilt: Wir können nur sehen, was wir kennen.
Informatiker, Ingenieurinnen oder Wirtschaftswissenschaftler können meist auf einen Blick entdecken, ob sich ein Programmierfehler im Code eingeschlichen hat, warum eine Maschine nicht sauber läuft oder ob eine Aktienanalyse schlüssig ist. Warum? Weil sie gelernt haben, worauf es zu achten gilt.
Anders beim Schreiben. Selbst wenn sie den Text noch so sorgfältig lesen, fällt ihnen oft nicht auf, was daran besser werden könnte. Warum? Weil sie nicht gelernt haben, wie sie Unstimmigkeiten darin erkennen.
Vor rund hundert Jahren schrieb der Arzt, Mikrobiologe und Wissenschaftstheoretiker Ludwik Fleck über dieses Phänomen: Seine Studierenden konnten beim Blick durchs Mikroskop nicht das sehen, was er sah. Egal, wie angestrengt sie durch das Mikroskop schauten, sie konnten NICHT die eingefärbten Diphterie-Erreger sehen, sondern für sie war alles ein wildes Durcheinander.
Erst nachdem er ihnen gesagt hatte, worauf sie achten und was sie sehen sollten, konnten sie die Bakterien sehen. Seine Erkenntnis: Man muss erst wissen, was man sehen soll, damit man es sieht. Man muss die Muster kennen, um sie zu erkennen.
Genauso ist es beim Schreiben.
Uns von Granatgrün fällt es leicht zu erkennen, was an einem Text nicht stimmig ist. Warum? Weil wir wissen, worauf wir achten müssen. (Dafür könnten wir keinen Fehler in einem Code entdecken oder eine Aktienanalyse prüfen).
Dieses Wissen wollen wir unseren Teilnehmenden vermitteln. Daher geben wir ihnen Techniken an die Hand, durch die die Muster in den Texten sichtbar werden.
Denn erst wenn ich weiß,
Wenn man nicht gerne schreibt, ist die Versuchung groß, die Analyse, den Bericht doch mal schnell durch ChatGPT, Claude oder eine andere KI erledigen zu lassen. Für das Unternehmen heißt das: Ein Prompt, ein Klick und schon sind die vertraulichen Testdaten, die Analyse der Finanzsituation des Hauptkunden irgendwo auf einem Server in den USA.
Und auch wenn man KI ganz offiziell beim Schreiben einsetzen darf: Die Qualität von KI-Texten hängt wesentlich vom Prompt und von der Qualität der Daten ab, mit denen sie arbeiten und mit denen sie trainiert wurden. Zudem muss alles, was die KI ausgibt, gründlich geprüft und nachvollzogen werden – auch wenn gut gepromptet wurde und die Daten stimmen.
KI kann beim Brainstorming helfen oder eine Struktur liefern. Auch beim Überarbeiten kann sie eine große Hilfe sein, wie zum Beispiel das Textanalyse-Tool von Wortliga.
Doch all das ersetzt nicht die eigene Schreibkompetenz. Denn um zu beurteilen, ob ein KI-Text gut ist, brauche ich dieselben Fähigkeiten, die mir ermöglichen, einen guten Text zu schreiben.
„Zwei Jahren lang kam bei uns immer wieder das Thema Reporting auf und wie wir schaffen uns beim Schreiben zu verbessern. Doch alles, was wir versucht haben umzusetzen und die Verbesserungsmaßnahmen, die wir allein versucht haben zu etablieren, haben zu keinem Erfolg geführt.
Nach zwei Jahren habe ich gesagt: „Das reicht mir jetzt!“ und das Team hat auch gesagt: „Das reicht uns jetzt. Wir müssen irgendwas dagegen tun!“ Und dann habe ich Google befragt und festgestellt, es gibt Schreibtrainings, die man machen kann. Ja, dann gucke ich doch mal, ob da was dabei ist und habe wirklich viele angeschrieben.“Kira Groß-Bölting, G DATA Adan (in unserem Podcast)
Geht es dir und deinem Team wie Kira Groß-Bölting und dem Incident Response Team von G DATA Adan? Ihr versucht seit Ewigkeiten effizienter zu schreiben? Ihr möchtet endlich aus den unendlichen Feedbackschleifen, in denen ihr euch gefangen fühlt, ausbrechen? Vereinbare ein kostenloses Strategiegespräch mit uns und wir sprechen darüber, wie sich das lösen lässt.
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